Ziele, Prinzipien und Auswahlverfahren

Auf dieser Seite werden Ihnen Informationen zu den Zielen nachhaltigen Handels, basierend auf den 17 SDGs der Vereinten Nationen, gegeben.

Die Principles for Responsible Investment (PRI, auch UNPRI), eine Finanzinitiative der UN, wurde ins Leben gerufen, um Grundsätze für ein verantwortungsbewusstes Wertpapiermanagement zu entwickeln.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) definierte in einem Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken: „Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne dieses Merk-blatts sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung …, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines beaufsichtigten Unternehmens haben können.“

Der GDV schreibt in seiner Broschüre „Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage“: „Im Bereich der internationalen Kapitalanlagen hat sich zum Thema Nachhaltigkeit das Kürzel „ESG“ verbreitet. ESG steht für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und gute Un-ternehmensführung (Governance). Unter den jeweiligen Oberbegriffen befindet sich eine Vielzahl von Einzelkriterien, die bei einer Investitionsentscheidung berücksichtigt werden können.

Nachhaltige Investitionen berücksichtigen zusätzlich zu den bislang gängigen Entscheidungskriterien der Kapitalanlage (Risiko, Rendite, Liquidität und Qualität) ESG-Kriterien in der Investitionsentscheidung. Die sehr heterogenen Wertevorstellungen innerhalb der Bevölkerung Deutschlands und noch vielmehr bei Betrachtung der Wertevorstellungen in anderen Staaten und Kulturen machen klar, dass es keinen allgemeinverbindlichen Wertekanon gibt. Somit ist ein einheitliches Verständnis von nachhaltigen Investitionen nur über einen Materialitätsgedanken möglich und sinnvoll. Bei einer materiellen ESG-Analyse liegt der Fokus auf Faktoren, die einen spürbaren Effekt auf das ESG-Risikoprofil und somit auch die finanzielle Performance eines Unternehmens haben können. Dieser Zusammenhang lässt sich exemplarisch anhand eines Beispiels über die Bedeutung der Atomenergie in Deutschland und Frankreich illustrieren: Während in Deutschland die Bevölkerung Atomenergie in einem relativ breiten gesellschaftlichen Kon-sens als nicht umweltverträglich ablehnt, wird Atomstrom in Frankreich mehrheitlich als eine umweltfreundliche – weil den CO2-Ausstoß reduzierende – Alternative zu Kohle- und Gaskraftwerken gesehen.“

Darüber hinaus finden Sie hier Informationen zu den verschiedenen Auswahlverfahren, mit denen die Nachhaltigkeit von Kapitalanlagen, bspw. Investmentfonds, sichergestellt werden soll.