Fondspolicen

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Die Informationen auf dieser Seite werden Ihnen von der BNP Paribas zur Verfügung gestellt.

Beitrag verfasst von Christian Eck

Die einfachste Umsetzung von nachhaltigen Versicherungsprodukten ergibt sich bei Fondspolicen. Hierbei werden einzelne ESG Fonds oder ESG Fondsportfolios angeboten.  

Das Angebot an ESG Fonds ist über die letzten Jahre stark angestiegen – per Ende 2020 lag die Zahl der in Deutschland zugelassenen ESG Fonds bereits bei über 1250*. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen passiven Indexfonds/ETF und aktiv verwalteten Fonds. Bei den passiven Fonds wird ein Index mit ESG Bezug abgebildet, wobei das Angebot derzeit überwiegend aus Aktienfonds besteht – Anleihefonds spielen noch eine untergeordnete Rolle. Die Indizes werden von Indexanbietern wie S&P Dow Jones Indices, MSCI, Stoxx oder Solactive aufgelegt. Hierbei werden verschiedene Regionen wie Europa, Nordamerika oder Emerging Markets einbezogen, sowie spezielle Themen wie „Wasser“, „Alternative Energien“ oder „Gleichberechtigung“. Die Auswahl der Aktien bzw. Anleihen erfolgt nach ESG Filtern wie:

  • Ausschlusskriterien
  • Best in Class
  • Impact Investments
  • Engagement und Stimmrechtsausübung
  • Klima (CO2 Reduzierung und CO2 Neutralisierung)

Ein aktuell präsenter Vertriebsfokus liegt auf den Themen „Klima“ und „Impact“.

Als Beispiel: eine Aktienstrategie mit Fokus auf Klimawandel, basierend auf der Benchmark STOXX Europe600. Hierbei wird auf Unternehmen mit hohen Umwelt-, Sozial- und Governance Standards basierend auf internationalen Vorgaben und Konventionen fokussiert, wie den UN Global Compact (die sich auf Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Verringern von Korruption beziehen). Unternehmen, welche bestimmte Kriterien nicht erfüllen, bspw. bezüglich Rüstung, Tabak und Glücksspiel werden ausgeschlossen. Für den Fokus auf „Klima“ erfolgt eine stärkere Gewichtung der Unternehmen mit einem geringen CO2-Ausstoss und/oder einem strategischen Fokus zur Energiewende. Ziel ist die Reduzierung des CO2 Footprints der Aktienstrategie um 50% gegenüber dem Stoxx Europe600. Die Allokation im Portfolio wird regelmäßig überwacht und wenn notwendig angepasst.

Der verbleibende CO2 Footprint der ausgewählten Unternehmen kann gänzlich neutralisiert werden. Hierbei kommen sog. „Verified Emission Reduction Units“ (Zertifikate) zum Einsatz. Diese werden auch von Unternehmen genutzt, um ihre unvermeidbaren Emissionen auszugleichen und so klimaneutral zu sein, bspw. von der KfW-Bankengruppe, Allianz oder BNP Paribas. Diese Zertifikate sind an Klimaschutzprojekte mit Bezug zu erneuerbaren Energien, Landwirtschaft und Forstwirtschaft gebunden. Sie werden an freiwilligen Märkten gehandelt, wobei jedes Zertifikat 1 Tonne CO2 repräsentiert. Durch den Erwerb der Zertifikate fließt den Klimaschutzprojekten der Gegenwert zur Finanzierung zu. So wird neben der CO2 Reduzierung durch Aufforstung und dem Erhalten von Regenwald zusätzlich ein sozialer Beitrag durch das Schaffen von Arbeitsplätzen in nachhaltigen Tätigkeitsfeldern erzielt.  

Als Beispiel für eine derartige Umsetzung siehe >> HIER <<.

Quelle: scopeanalysis.com